Tibetische Medizin


Neue Behandlungsmöglichkeiten
durch alte Medizin aus dem Osten



Im 7. Jahrhundert ließ der damalige tibetische König Trisong Detsan eine Zusammenkunft der besten Ärzte aus dem tibetischen, chinesischen, indischen und persisch-altgriechischen Kulturkreis abhalten. Aus der Zusammenschau ihres Wissens wurde ein tibetisches Medizinsystem geschaffen, das Gyü-shi. Es wird noch heute in weiten Teilen Asiens praktiziert. Im Hauptsitz der tibetischen Exilregierung, in Dharamsala, befindet sich heute das universitäre Zentrum der tibetischen Medizinschule.

Der tibetische Arzt Sultim Badma hinterließ eine tibetische Rezepturensammlung, die über den Umweg über St. Petersburg und Warschau ca. 1960 in die Schweiz gelangte. Seither widmet sich die Firma Padma AG der Herstellung und Erforschung einer immer größer werdenden Anzahl von tibetischen Präparaten (Kräuterformeln).

In der tibetisch-buddhistischen Weltanschauung besteht die materielle Welt aus fünf Elementen: Luft, Erde, Wasser, Feuer und Äther. So auch der menschliche Körper. Ihre Charakteristika manifestieren sich in drei subtilen Prinzipien, den Körperenergien oder Humors. Man nennt sie rlung (Wind), beken (Schleim) und tripa (Galle). Diese Körperenergien wiederum regeln sämtliche Körperfunktionen und beeinflussen auch den Charakter des Menschen (es besteht zwischen Geist und Körper kein prinzipieller Unterschied). In jedem Menschen kommen die drei Prinzipien in einem individuellen Mischungsverhältnis vor. Besteht zwischen ihnen ein Gleichgewicht dann ist der Mensch gesund. Eine Disharmonie zwischen den Körperenergien verursacht Krankheit.

In leichteren Fällen einer Disharmonie durch Diät, in schwereren Fällen durch Präparate aus Naturstoffmischungen, versucht die tibetische Medizin das ursprüngliche Gleichgewicht wiederherzustellen.
Bei der Auswahl der Diät und der Medizinen spielen sechs Geschmacksrichtungen die wesentliche Rolle: süß, sauer, bitte, salzig, scharf und adstringierend. So vermehren etwa süße Speisen die Elemente Wasser und Erde (beken) und führen - entsprechend deren Eigenschaften - zur Gewichtszunahme und Trägheit.

Tibetische Formeln sind Vielstoffgemische aus pflanzlichen Rohstoffen und Mineralien. Blätter, Blüten, Rinde, Wurzeln und Früchte der Pflanzen werden getrocknet, fein vermahlen und entsprechend den Rezepten vermischt. Sie werden als Pillen, Pulver oder Abkochungen verabreicht.
Die Mischung aus vielen, fein abgestimmten Stoffen führt zu einer Verstärkung der Pflanzenwirkung und gleichzeitigen Hemmung der Nebenwirkungen. So stellt eine tibetische Rezeptur das Gegenteil eines im Westen üblichen Einstoff-Präparates dar.

Ein sehr gut erforschtes Präparat ist Padma 28 / basic, das gegen die Gefäßverkalkung eingesetzt werden kann. In vielen Untersuchungen wurde festgestellt, dass dieses Medikament die Aktivierbarkeit von Thrombozyten hemmt, antioxidativ und antientzündlich wirkt und damit wesentliche Faktoren bei der Entstehung der Arteriosklerose unterbindet. Man kann also durchaus die Wirksamkeit tibetischer Medizin unter Heranziehung der bei uns üblichen wissenschaftlichen Basis zur Erklärung der Krankheitsursachen nachweisen.







Klosterküche in Ladakh





Dr. Klaus MAYER
Facharzt für Chirurgie (Gefäßchirurgie)
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Hermann Fischer-Str. 2, 9400 Wolfsberg










Dr. Klaus MAYER

Facharzt für Chirurgie
(Gefäßchirurgie)